Bauchdeckenstraffung

Der Artikel publiziert von
Plastische Chirurgie Klinik
Brol Medical Center

Einführung

Die Bauchdeckenplastik ist ein grosser chirurgischer Eingriff zur Entfernung von überschüssiger Haut und Fett im Bereich des Unterbauches. Während der selben Operation kann zusätzlich die Bauchdecke gestrafft und die Bauchmuskeln in der Mittellinie genäht werden. Die Bauchdeckenstraffung wird seit den 60er Jahren praktiziert und wenn sie von einem erfahrenen plastischen Chirurgen durchgeführt wird sind die Ergebnisse gut.

Bei der Bauchplastik wird die sogenannte "Fettschürze" im Bereich des Unterbauches entfernt, doch dabei entsteht eine bleibende Narbe die sich in der Regel von der einen Hüfte zur anderen streckt.

Welche Patienten kommen für eine Bauchdeckenstraffung in Frage

Die Bauchplastik wird sowohl bei Männern als auch bei Frauen mit überschüssigem Hautgewebe und Fettpolstern, die durch Diät und Sport nicht abzubauen sind, angewandt. Die Operation dient auch Frauen die nach wiederholten Schwangerschaften weit auseinanderstehende Bauchmuskeln haben. Ebenfalls können bei diesem Eingriff Schwangerschaftsstreifen und Narben, die sich unterhalb des Bauchnabels befinden, entfernt werden.

Die Bauchdeckenstraffung sollte nicht bei Frauen, die eine weiter Schwangerschaft wünschen oder noch eine oder mehrere Diäten halten wollen, durchgeführt werden.

Operationsrisiken

Komplikationen sind bei keinem chirurgischen Eingriff auszuschliessen. Da es sich um einen grossen chirurgischen Eingriff handelt, müssen die Risiken ausführlich mit dem Chirugen und dem Anästhesisten vor der Operation besprochen werden.

Ausser den Risiken die eine Vollnarkose mit sich bringt, können Infektionen, Blutergüsse, Embolien und unästhetische Narben erscheinen.

Präoperatorische Anweisungen

- essen und trinken Sie nichts mehr nach Mitternacht vor dem Operationstag;

- es wird untersagt Aspirin oder Medikamente die Aspirin enthalten 2 Wochen vor der Operation einzunehmen;

- in der Regel wird der Eingriff nicht während des Monatzyklus vorgenommen;

- Sie müssen dem Chirurgen und dem Anästhesisten mitteilen, falls Sie gesundheitliche Probleme haben (Blutdruck, Gefässerkrankungen, Infarkt, Blutzuckerkrankheit, Lungenerkrankungen, Gerinnungsprobleme, Epilepsie, neurologischen Erkrankungen, Allergien bei verschiedenen Medikamenten);

- Sie müssen dem Arzt mitteilen ob Sie eine Zahnprothese oder Kontaktlinsen tragen;

- falls Sie rauchen, planen Sie mindestens 1-2 Wochen vor der Operation ein, mit dem Rauchen aufzuhören und nicht eher als 2 Wochen nach der Operation wieder damit anzufangen.

- vermeiden Sie eine masslose Sonnenbestrahlung vor der Operation;

- halten Sie keine strenge Diät vor der Operation, da diese die Heilung verzögern kann;

- falls Sie eine Erkältung oder eine Infektion jedlicher Art bekommen, muss die Operation vertagt werden;

Der chirurgische Eingriff

Die Bauchdeckenstraffung wird unter Vollnarkose durchgeführt. Der Eingriff dauert 2-5 Stunden abhängig von der Komplexität des Falles. Die Schnittführung verläuft im unteren Teil des Bauches oberhalb der Schambehaarung und ein zweiter Schnitt wird um den Nabel gemacht, um diesen von dem umliegenden Gewebe zu trennen. Die Bauchhaut mit darunter liegenden Fettgewebe wird von der Muskelschicht bis zum Rippenbogen gelöst. Falls erforderlich, werden auseinandergewichene Bauchmuskeln in der Mittellinie durch Nähte gestrafft.

Der abgelöste Haut- und Fettmantel wird nach unten gezogen und der überschüssige Haut- und Fettanteil entfernt. In der Regel wird bei so einem Eingriff die überschiessende Haut unterhalb des Bauchnabels zusammen mit dem Fettgewebe entfernt. Danach wird ein rundförmiger Schnitt für den Nabel, der dann da fixiert wird, gemacht. Am Ende werden die Schnitte genäht und zwei Drainageschläuche für ein paar Tage eingelegt.

Postoperatorischer Klinikaufenthalt

Da die Bauchplastik den grossen Operationen eingeordnet ist, bevorzugen wir einen verlängerten Klinikaufenthalt von 5-7 Tagen, um die Sicherheit des Patienten zu erhöhen und die Komplikationen so weit wie möglich zu vermindern. In dieser Zeit trägt der Patient einen leichten Kompressionsverband und eine Miederhose, es werden ihm Antithrombosemittel und Antibiotika verabreicht. Ebenfalls ist bereits am zweiten Tag nach der Operation eine frühzeitige Mobilisierung erforderlich, um das Risiko einer Thrombose oder einer Lungenembolie zu vermeiden.

Nachbehandlung

Nach der Entlassung werden die Fäden 12 Tage nach der Operation herausgezogen, was auch durch den jeweiligen behandelnden Hausarzt durchgeführt werden kann. Der Patient muss die Miederhose mindestens 2 Wochen nach dem Herausziehen der Fäden tragen. Die Heilung nach einer Bauchdeckenstraffung hängt von dem Patienten ab. Einige Menschen sind nach 2 Wochen wieder zur Arbeit gegangen, während andere 3-4 Wochen zur Erholung und Gesundung benötigen. Es wird eine leichte medizinische Gymnastik zur Stärkung der Bauchmuskeln empfohlen. Die Narben sind bis zu 6 Monate gerötet und geschwollen, jedoch nach 9-12 Monaten werden sie flacher und heller. Es wird geraten 1 Jahr nach der Operation Sonnenbestrahlung zu vermeiden, damit keine Pigmentierung der Narben entsteht. Sie werden nie ganz verschwinden, aber sie können von der Unterhose und dem Badeanzug verdeckt werden.

Um das erzielte Ergebniss langfristig zu halten, ist es wichtig einer Diät zu folgen, die von einem Ernährungsberater verordnet wurde und Sie sollten nicht zögern Sport zu treiben.

Schlussfolgerungen

Wir haben eine reiche Erfahrung mit dieser Operation bei über 600 Operationen in einem Zeitraum von 12 Jahren. Wenn Sie realistisch was die Erwartungen angeht sind und bereit sind die Konsequenzen, die eine permanente Narbe und die ziemlich lange Wiederherstellungszeit betrifft, zu ertragen, dann ist die Bauchstraffung die Lösung für Sie.

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